Blickfang der Woche: Émile Bernard

Hallo liebe Kunstfreunde,

am Mittwoch war ich in der Ausstellung Esprit Montmartre in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt und dort habe ich auch den Blickfang dieser Woche entdeckt. Um ehrlich zu sein, es gab dort mehrere Gemälde die mich wirklich beeindruckt haben. Darunter war zum Beispiel auch Nacht in Paris von Henri Evenepoel, aber das wirkt, wie ich finde, nur im Original wirklich gut. Deshalb möchte ich euch hier nur ein Gemälde von Henri de Toulouse-Lautrec vorstellen.

Das Ölgemälde, das im Jahr 1885 fertiggestellt wurde, zeigt den Maler und Schriftsteller Émile Bernard, der vor allem durch seine Freundschaft mit Paul Cezanne heute noch Erwähnung findet. Es handelt sich, offensichtlich, um ein einfaches Portrait und zählt damit zu den weniger außergewöhnlichen Motiven der Ausstellung. Zwei Mädchen, die neben mir das Bild betrachtet haben, fanden es „schon gut, aber nichts Besonderes“. Ich bin mir sicher, dass viele von euch das ähnlich sehen werden, deshalb möchte ich kurz erklären was mich an dem Bild so begeistert. Ich finde, es ist ein sehr lebendiges Portrait. Als ich davorstand, hatte ich sofort das Gefühl den Mann direkt vor mir zu sehen, ihn zu kennen und das macht es für mich wirklich zu etwas Besonderem.

Vielleicht sieht man auch das nur wirklich, wenn man es tatsächlich vor sich sieht, trotzdem hoffe ich, dass euch dieser Blickfang der Woche gefallen hat. Wie immer könnt ihr mir gern einen Kommentar dazu hinterhlassen! (Und vielleicht schafft ihr es ja auch in die Ausstellung und seid genauso begeistert wie ich.)

Eckdaten zur Ausstellung

Esprit Montmartre. Die Bohéme in Paris um 1900
7. Februar bis 1. Juni 2014
Schirn Kunsthalle Frankfurt

♥ Liz